Scroll to top
 
 

EIS & PALMEN – Wochen Update 4 (29. Mai 2018)

Aktueller Standort: Aosta (Italien)
Gesamtstrecke bisher: 1.300km, 26.000hm

Zählen zwei halbe Tage auch als ganzer Ruhetag? Unsere Körper werfen ein klares ‘Non!’ in die Runde. Nach dementsprechend kurzer Pause in Martigny ging es für uns den Gr. Sankt Bernhard hoch Richtung Bourg-Saint-Pierre – mit Zwischenstopp in einer weiteren schönen Ecke auf den endlosen Gletschern im Wallis. Begrüßt wurden wir von majestätischer Seite – uns Allen stoppte der Atem als ein Bartgeier mit seiner beindruckenden Spannweite geräuschlos an uns vorbei glitt.

Kurze Zeit später begleitete uns eine ganze Mannschaft junger Steinböcke auf dem Weg Richtung Schneegrenze. Etwas weniger beeindruckend war dann unsere Ankunft im kalten Winterlager auf der Hütte in 3.000m Höhe nach einigen Stunden Aufstieg im Regen. Erst zu Fuß, dann auf Ski. Oben dann ein fast schon routinierter Ablauf: Wecker um 3:00 Uhr, Schnee in den Kocher, Müsli in die hungrigen Bäuche, Felle auf die Ski und los die verbleibenden 1.400hm bis zum Gipfel hoch. Nach einem “kleinen” Zwangsmittagsschlaf im Biwaksack, bedingt durch die schlechte Sicht, wurden wir mit der längsten Nordwand belohnt, die wir beide bisher befahren sind.

Auf die Strapazen auf den Gletschern der “erwachsenen” Bergen folgten dann zwei Tage Auslauf auf der “Spielwiese” knapp unterhalb der St. Bernard Passhöhe. Skifahren im T-Shirt und Schweizer Käseplatte zu Mittag war eine willkommene Abwechslung zu unseren hochalpinen Touren.

Die Pass Überquerung konnten wir am nächsten Tag etwas entspannter als am Furkapass hinter uns bringen – Schieben reichte diesmal um unsere Bikes rüber auf die Südseite des Alpenhauptkammes zu bekommen. Jetzt sind wir endlich in “Bella Italia” auf Kaffee-Safari und haben schon ein paar schöne letzte Berge im Visier bevor es dann Richtung Palmen geht. Die ersten haben uns schon rechts und links an der Straße begrüßt.

Bildergalerie:

Text & Fotos: Max Kroneck und Jochen Mesle
Blog: www.eisundpalmen.de

 

Comments

Write a Comment

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.

* These fields are mandatory

Related Posts

Erster Klettergarten in Shimshal in Pakistan

Mich hat Pakistan seit meinem ersten Besuch 2016 in den Bann gezogen. Es ist nicht von der Hand zu weisen, dass es es in diesem Land religiös und politisch motivierte Schwierigkeiten gibt. Doch die atemberaubende Bergwelt und deren einzigartige Bewohner lassen jedes Bergsteigerherz höher schlagen.

Karakorum – Auf Skiern ins Ungewisse

Pakistan ist auf der Liste der beliebtesten Winterdestinationen wohl nicht zu finden. In den
westlichen Köpfen scheint oft ein negatives Bild dieses Landes vorzuherrschen. Doch genau
dieser Reiz des Neuen und Unbekannten lässt das Herz vier Tiroler Alpinisten höher
schlagen.

Rubihorn Nordwand, „The Nameless Route“, M6+, 355 m, 9 SL

Brüchiger Fels, schottrige Bänder, Nässe, jede Menge Gras in der Wand – die Beschreibung eines guten Kletterziels liest sich für gewöhnlich anders. Doch im Winter wendet sich das Blatt: Die Nordwand des Rubihorns wird zum attraktiven Mixedkletterziel.

Banff Mountain Film Festival 2020

Show more