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Trekking im hohen Norden

Kungsleden, Nordkalottleden, Padjelanta und das Kronjuwel: Sarek. Namen, die jeden Langstreckenwanderer und Nordland-Trekker mit der Zunge schnalzen lassen, stehen Sie doch exemplarisch für die nordskandinavische Wildnis.

Besonders der Sarek ist als eine der letzten Wildnisregionen Europas einzigartig. Ohne markierte Wege, mit nur einer Brücke aber unzähligen Flüssen und Mooren, eingebettet von Gipfeln und Gletschern, ohne Infrastruktur, liegt er zwischen den anderen Nationalparks Padjelanta und Stora Sjöfallet. Wer hier wandern will, muss sich den Zugang über die markierten Fernwanderwege Kungsleden oder Nordkalottleden erarbeiten.

Auf dem Kungsleden mit Blick zum Sitojaure; Bild: Arne Bischoff

Unabhängig ob markierte Wege oder wegloses Gelände, das Wandern im hohen Norden ist anders als in Mitteleuropa. Wir geben Tipps, wie das Abenteuer gelingt.

Reisezeit:

Es gibt zwei Hauptreisezeiten.

Die beste Reisezeit für die Wildnisregionen ist von Mitte August bis Mitte Oktober. Der Wasserstand der zahlreichen zu querenden Flüsse ist nach dem Sommer oft niedrig, die Niederschlagsmengen im langjährigen Mittel am geringsten, das Wetter am stabilsten. Erste Nachtfröste haben zudem in der Regel die meisten Mücken erledigt, die einem im Hochsommer das Wandern zur Qual machen können. Das Fjäll und die bewaldeten Täler erglühen in tausend Herbstfarben, während man zur Stärkung am Wegesrand Blau- oder Preiselbeeren pflücken kann.

Die Freuden des Herbstes; Bild: Linn Groeneveld

Allerdings hat der späte Zeitpunkt auch Nachteile. Die Hütten an den großen Wanderwegen schließen in der Regel zwischen Ende August und Ende September oder bieten nur noch eingeschränkten Service. Auch die zahlreichen Seequerungen per Motorboot, die im Sommer und Frühherbst kostenpflichtig angeboten werden, sind später im Jahr oft nicht mehr verfügbar. Die Querung auf eigene Faust per bereitgestelltem Ruderboot ist allerdings überall möglich, wenn auch mitunter beschwerlich. Die kälteren Temperaturen mit regelmäßigen Nachtfrösten im Spätsommer und Herbst erfordern mehr Ausrüstung und Nahrung (s. Ausrüstung), also mehr Gepäck. Zwischen Anfang September und Mitte Oktober beginnt zudem die Elchjagd (lokal unterschiedlich). In den Nationalparks darf zwar nicht gejagt werden, trotzdem sind dann die Einheimischen in den seltensten Fällen bereit, auf den Höhepunkt des Jahres zu verzichten, etwa um Wanderer mit dem Boot von A nach B zu bringen.

Irgendwo in diesen Wälder leben die größten Elche Skandinaviens; Bild: Linn Groeneveld

Wer früher im Jahr zwischen Mitte Juli bis Mitte August fährt, erlebt selbst in hohen Tallagen noch Schnee. Die Flüsse sind wegen der Schneeschmelze oft voll und reißend, die Querungen (falls nötig) dementsprechend schwieriger und die Luft ist oft erfüllt von unzähligen Moskitos. Dafür sind die Tage wesentlich länger als im Herbst und man kommt in den Genuss von Hütten und Infrastruktur.

Tipp des Autors: Ich würde die Reisezeit von der Route abhängig machen. Auf den markierten Wegen wie Kungs- oder Nordkalottleden würde ich den frühen Zeitraum wählen. Schwierige Flussquerungen sind hier mit Brücken abgesichert und geöffnete Hütten ermöglichen, Essen nachzukaufen oder mal eine Nacht im weichen Bett zu verbringen. Die höheren Temperaturen und der geringe Nahrungs- und Ausrüstungsbedarf erlauben weniger Gepäck.

In den Sarek würde ich im Frühherbst gehen. Hier gibt es ohnehin keine Infrastruktur, die man nutzen könnte, die Herbstfarben sind ergreifend schön und die Flüsse führen wenig Wasser.

Die letzten Kilometer im Sarek führen uns durch unwegsames aber wunderschönes Gelände oberhalb von Staloluokta; Bild: Linn Groeneveld

Anreise:

Es ist weit in den hohen Norden. Für die An- und Abreise sollte man jeweils mindestens zwei volle Tage einplanen. Die genaue Anreise orientiert sich natürlich an Tourenplan und -route. Für Kungsleden, Padjelantaleden und Sarek von Osten aus ist eine Reise mit dem Nachtzug von Stockholm nach Jokkmokk eine schöne und bequeme Möglichkeit. Weiter zum Startort der Tour geht es dann per Bus. Will man von Westen auf den Nordkalottleden oder von dort in den Sarek einsteigen, kommt eine Zugreise von Oslo via Trondheim nach Bodø oder Fauske in Frage. Weiter geht es auch hier per Bus. Inlandsflüge sind in Norwegen und Schweden weit verbreitet und ebenfalls eine gute Möglichkeit. Das eigene Auto ist wegen der großen Distanzen keine gute Idee, zudem ist man gezwungen, zum Startort der Tour zurückzukehren.

Lagerplätze

In Skandinavien gilt das sog. „Jedermannrecht“. Man darf überall seinen Lagerplatz aufschlagen außer auf bebautem Ackerland. Zu Wohngebäuden sollte man jedoch einen Mindestabstand von ca. 200 Metern nicht unterschreiten. Um die Natur so wenig wie möglich zu belasten, nutzt man jedoch am besten bestehende Zeltplätze. Grundsätzlich sollte man sich immer an den alten Grundsatz halten: „Leave no trace other than your footprints“ und alles mitnehmen, was man mitgebracht hat. In den Nationalparks ist offenes Feuer verboten, außer um lebensbedrohende Situationen abzuwenden (z. B. zum Trocknen von Kleidern, nachdem man in einen Fluss gefallen ist).

Zeltplatz oberhalb von Saltoluokta mit Blick auf den Langas; Bild: Arne Bischoff

Hütten

Die norwegischen und schwedischen Wandervereine DNT und STF haben ein gut funktionierendes Hüttennetz. Es gibt bewirtschaftete und unbewirtschaftete Hütten. In letzteren kann man gegen geringes Entgelt, das nach dem Vertrauensprinzip im Nachhinein entrichtet wird, übernachten. Die DNT-Hütten benötigen einen extra Schlüssel, den jedes DNT-Mitglied gegen ein kleines Pfand bekommen kann. Manch‘ unbewirtschaftete STF-Hütte ist gar nicht verschlossen. Andere benötigen einen Schlüssel. Hier sollte man vorher recherchieren.

Blick in eine Selbstversorgerhütte des STF am Sårjåsjávre; Bild: Arne Bischoff

Verpflegung

Entlang der großen Wanderwege gibt es einige bewirtschaftete Hütten, in denen man Übernachten und Essen aber auch Lebensmittel kaufen kann. Grundsätzlich sollte man aber soviel Essen dabeihaben, dass man die geplante Tour zur Not autark beenden kann. Wasser ist überall in der Region in reichlichen Mengen vorhanden, so dass man immer wieder unterwegs nachfüllen kann. Obwohl entlang der genannten Routen keine Landwirtschaft stattfindet, empfiehlt sich das Entkeimen mit Chlor, bzw. das Abkochen, allein wegen der teils recht großen Gruppen wilder Rentiere. Ein Wasserfilter ist nicht nötig.

Rentiere im Fjäll; Bild: Linn Groeneveld

How to shit in the woods

Diesem Thema ist sogar ein ganzes Buch gewidmet. Menschliche Hinterlassenschaften bedeuten immer Nährstoffeintrag in die sonst kargen Böden. Außerdem verrottet Toilettenpapier in der Natur – anders als von vielen Menschen angenommen – nur sehr langsam, im subarktischen Klima Nordskandinaviens kann das im Extremfall mehrere Jahre dauern.
Deshalb gilt: Kot und Toilettenpapier mindestens dreißig Zentimeter tief vergraben. Eine Schaufel gehört zur Pflichtausrüstung. Toilettenpapier so wenig wie möglich verwenden, am besten einlagiges Recyclingpapier. Felsspalten o. ä. sind nicht geeignet. Ideal ist es, das benutzte Toilettenpapier wieder mitzunehmen und erst in der Zivilisation zu entsorgen – wie es z. B. in vielen US-amerikanischen Nationalparks vorgeschrieben ist.

Flussquerungen

Im Sarek stellen Flussquerungen eine große Herausforderung dar. Während der Schneeschmelze sind manche Nebenflüsse des Rappaädno [1] (schwedisch: Rappaälv) nicht oder nur bei sehr guten Bedingungen passierbar. Ein zweites Paar Schuhe und stabile Trekkingstöcke sind ein Muss für Querungen, wenn man zu zweit unterwegs ist, ist ein leichtes Seil (z. B. 7 mm starke Reepschnur) eine gute zusätzliche Absicherung.
Generell sollte man sich zum Queren zunächst in Ruhe eine gute Stelle suchen. Im vergleichsweise viel begangenen Rappadalen haben sich einige sichtbare Querungen an guten Furten ausgetreten, außerhalb des Tals ist man auf sich selbst angewiesen. Je schmaler die zu furtende Stelle, desto höher ist die Fließgeschwindigkeit des Wassers und desto tiefer sind oft die Ufer ausgegraben. Wasser bis etwa Kniehöhe ist meist auch bei schneller fließenden Flüssen gut gangbar. Darüber wird es oft heikel. Findet man partout keine gute Stelle zum Furten, sollte man dem Fluss entgegen seiner Fließrichtung folgen. Zur Not solange, bis man sich seiner Quelle nähert, wo er weniger Wasser führt.

[1] Fast alle geographischen Bezeichnungen sind Transkriptionen aus der Sprache der Sámi, der indigenen Bevölkerung Fennoskandinaviens. Die Schreibweisen können daher abweichen.

Eine einfache Flussquerung – aber rutschig; Bild: Linn Groeneveld

Grundsätzlich sollte man Flüsse mit geöffnetem Brust- und Hüftgurt queren. Stürzt man ins Wasser kann man sich so leichter vom Rucksack befreien, dessen Gewicht einen leicht unter Wasser zieht. Ist man selbst in Sicherheit, findet man auch den Rucksack wieder.

Das beste Schuhwerk für schwierige Querungen aber auch das meiste Zusatzgepäck im Rucksack sind leichte Trailrunningschuhe ohne wasserdichte Membran. Sie geben enormen Halt und trocknen recht schnell. Crocs oder Flip-Flops bieten wesentlich weniger Halt und können im Wasser verloren gehen, sind aber viel leichter und nahezu sofort trocken.

Schwierige Furten geht man am besten ausgeruht in den frühen Morgenstunden an, wenn der Wasserstand am niedrigsten ist.

Navigation

Die Beschilderung der Wanderwege ist dünner und seltener als etwa in den Alpen. Dazu sind die Distanzen bis zur nächsten Zivilisation ungleich größer. Im Sarek gibt es ohnehin keine Wege oder Schilder. Eine gute Karte (s. u.), ein Kompass und das Wissen, wie man beides bedient, sind Pflicht. GPS-Navigationsgeräte können nützlich sein, benötigen aber viel Energie (= Gewicht) und sind defektanfällig. Sie können ein nützliches Backup sein, mehr nicht. Auf Mobilfunknetz sollte man nicht bauen, weder zur Navigation, noch um im Notfall Hilfe zu holen. Wer sicher gehen will, benutzt einen Satelliten-Ortungsdienst wie „Spot“, um einen Notruf absetzen zu können.

Die Chef-Routenplanerin bestimmt den Standort anhand der Karte und der umgebenden Täler und Berge; Bild: Arne Bischoff

Ausrüstung

Gerade in der weglosen Wildnis des Sarek ist die richtige Ausrüstung nicht nur Komfort- sondern auch Sicherheitsmerkmal. Aber auch, wer sich für die markierten Wege entscheidet, erlebt ein echtes Abenteuer, so wild und wenig begangen sind die Wege. Die Hütten liegen zu weit auseinander und die Risiken des Wetters sind zu groß, um ohne Zelt, Kocher und ausreichend Lebensmittel unterwegs zu sein.

Zelt

Das Zelt sollte sturmstabil sein und seine Apsis genug Platz für große Rucksäcke, Schuhe und zur Not auch Raum zum Kochen bieten. Ideal ist ein Zelt mit zwei getrennten Apsiden, so dass man bei miserablem Wetter in der windabgewandten Seite bei geöffnetem Eingang kochen kann. Der Innenraum des Zeltes sollte zudem ausreichend groß sein, dort auch mal einen oder zwei Schlechtwettertage aussitzen zu können, oder um sich bequem und trocken an- und auszuziehen. Ein „Dreijahreszeitenzelt“ wie z. B. das VAUDE „Hogan UL 2P“ ist für eine Sommerreise völlig ausreichend. Für die Herbstvariante geht man etwa mit dem robusteren „Mark 3P“ auf Nummer sicher.

Schlafen

Ohne guten Schlaf keine Erholung. Gerade bei einer Herbsttour muss man mit Nachttemperaturen deutlich unter dem Gefrierpunkt rechnen. Ein mitteldicker Daunenschlafsack wie etwa der VAUDE „Rotstein 700 DWN“ ist ein optimaler Kompromiss aus hoher Wärmeleistung und geringem Gewicht. Kunstfaser als Isolation wie etwa beim „Sioux 800 SYN“ kostet weniger und ist unempfindlicher gegenüber Feuchtigkeit, allerdings auch wesentlich schwerer und weniger klein packbar. Unabhängig von der Wahl des Füllmaterials ist ein Schlafsack-Inlet sinnvoll. Es bringt Flexibilität bei der Temperatur und schont den Schlafsack.

Der beste Schlafsack ist nur so gut wie die Isomatte auf der er liegt. Unterm Körper wird sein Füllmaterial durch das Körpergewicht komprimiert und verliert so einen Großteil seiner Wärmeleistung. Eine gute Mischung aus Wärme und Komfort auf der einen und Packmaß und Gewicht auf der anderen Seite ist z. B. die VAUDE „Hike 9“.

Tipp des Autors: Auf langen Touren in potenzielle Schlechtwettergebiete mache ich beim Schlafen und beim Essen keinerlei Kompromisse. Das Zelt muss Platz bieten, dass man sich nicht auf die Nerven geht. Schlafsack und Matte müssen kuschelig warm sein. Essen muss ausreichend vorhanden sein. Dann wird es eine gute Tour. Gewicht spart man am besten bei der Bekleidung (weniger aber vielseitige Teile), Geschirr und Besteck (kann man mit dem Tourpartner teilen) und Komfortgimmicks (Bücher, Elektronik).

Tragen

Je nach Länge und Reisezeit der Tour und dem eigenen Bedürfnis nach Autarkie wird man eine große Nordland-Wanderung kaum unter 20 Kilogramm Gepäck beginnen können. Ein großvolumiger Rucksack mit einem Tragesystem, das Last auf Rücken und Hüften übertragen kann, ist also Voraussetzung für erfolgreiches und genussvolles Trekking. Die „Skarvan“-Serie bietet vom frauenspezifischen Modell bis zum Volumenmonster mit 90+20 Liter für jeden Anspruch den richtigen Trekkingrucksack. Beim evtl. Neukauf für eine solche Tour sollte man darauf achten, dass bereits das Nominalvolumen des Rucksacks ausreicht und man nicht unbedingt auf die Volumenerweiterung angewiesen ist. Diese ist praktisch auf Fernreisen, verschiebt aber den Schwerpunkt des Rucksacks nach oben, so dass bei langen Trekkingtouren der Tragekomfort leidet.

Der Autor oberhalb des Låddebákte; Bild: Linn Groeneveld

Wasserdichtigkeit ist in Nordskandinavien ein Muss. Ein nasser Schlafsack oder verdorbene Nahrungsmittel können schnell zum Desaster werden. Viele VAUDE-Trekkingrucksäcke kommen bereits mit einer Regenhülle. Eleganter ist aber die Verwendung unterschiedlicher wasserdichter Packsäcke z. B. aus der „Drybag“-Serie innerhalb des Rucksacks. So spart man Volumen, weil das Gepäck in den Säcken bereits komprimiert wird und schafft gleichzeitig Ordnung. Sicherheitsfanatiker benutzen die Regenhülle zusätzlich und nutzen diese auch beim evtl. Flug als Transportschutz. Grammfuchser lassen die Regenhülle zuhause.

Bekleidung

Ein wirksamer Wetterschutz aus robuster und rucksacktauglicher Regenjacke und -hose ist in Nordskandinavien unumgänglich. Dreilagige Konstruktionen wie das „Croz 3L Jacket“ sind mit ihrer Kombination aus geringem Gewicht, hoher Dampfdurchlässigkeit und außerordentlicher Robustheit im Vorteil. Als vielseitige Isolation darunter eignet sich eine Kunstfaser-gefüllte Jacke etwa mit Primaloft- oder Polartec-Alpha-Füllung. In kalten Nächten im Schlafsack angezogen, bietet sie eine tolle extra-Portion Wärme. Als praktischer Midlayer hat Fleece nach wie vor seine Berechtigung, idealerweise als eher dünne und schnelltrocknende Stretchvariante wie beim VAUDE „Shuksan“ Pullover. Als Unterwäsche sind Merinowollmischgewebe wie die neue „Base“-Serie für long-distance-Trekking ideal. Sie trocknen schnell, wärmen auch im feuchten Zustand und riechen auch nach tagelanger Benutzung kaum. Als Minimalist kommt man mit zwei Sets Unterwäsche gut zurecht. Während man eines trägt, lüftet oder trocknet das andere am Rucksack oder in der Apsis.

“Dort entlang”, der Autor zeigt den Weg hinab ins Rappadalen; Bild: Linn Groeneveld

Gute Socken und Schuhe sind natürlich entscheidend für das Wandervergnügen. In einer so feuchten Region mit Mooren und Sümpfen muss der Schuh in jedem Fall zuverlässig wasserdicht sein, wie z. B. der „Skarvan STX“. Trekkingsocken gibt es in unzähligen Varianten mit verschiedener Länge und Polsterung. Die Socken sollten in jedem Fall länger sein als der Schuh am Knöchel reicht. Für die Polsterung gilt als Faustregel, je härter der Schuh, desto mehr Dämpfung sollten die Socken mitbringen. Auch hier sind Merino-Mischgewebe ideal.

Oft vergessen und doch so wichtig sind in Nordskandinavien die Gamaschen, etwa die „Watzmann Gaiter“. Sie verhindern, dass Feuchtigkeit von oben in die Schuhe eindringt. Das ist sehr nützlich, wenn man über eines der unzähligen Moore geht, sich durch nasse Heiden und Weidensträucher kämpft oder man mal ein kleines Rinnsal queren möchte, ohne die Schuhe zu wechseln. Zumindest dünne Handschuhe und eine leichte Mütze sollte man zudem dabeihaben, denn auch im Sommer fallen in Nordskandinavien die Temperaturen schnell unter den Gefrierpunkt.

 

Bildergalerie:


Zum Weiterlesen und -stöbern:

  • Fjällkartan: Die Blätter BD06 bis BD10 bilden die gesamte Region und alle genannten Wege ab inkl. Schwedens höchstem Berg, dem Kebnekaise.
  • Claes Grundsten, Wanderführer Sarek (Serie: Reise Know-How). Fotograf und Trekkingprofi Claes gilt als einer der besten Kenner des hohen Nordens. Entsprechend hervorragend ist sein Wanderführer über den Sarek.
  • Michael Hennemann, Kungsleden & Padjelantaleden (Serie: Outdoor Handbuch). Zwei detaillierte Wanderführer enthalten alles Wissenswerte zu den Fernwanderwegen.
  • Martin Hülle, Mein Norden. Zum Träumen. Ein Fotobuch der Extraklasse, das viele von Martins Reisen in den hohen Norden dokumentiert, u. a. auch in den Sarek und über den Kungsleden.
  • Kathleen Meyer, How to shit in the woods. Das angesprochene Standardwerk.
  • DNT: Für regelmäßige Norwegenreisende nützlicher als ein Schweizer Taschenmesser: Die Mitgliedschaft im norwegischen Wander- und Alpenverein DNT.
  • ut.no: Diese Webseite des DNT versammelt kostenfrei digitale Karten und Tourenvorschläge für ganz Norwegen. (Norwegisch oder Google Translate)
  • STF: Für regelmäßige Schwedenreisende nützlicher als ein Schweizer Taschenmesser: Die Mitgliedschaft im schwedischen Wander- und Alpenverein STF.
  • vandringsguiden.se: Tourenvorschläge in Schweden (Schwedisch)

Text: Arne Bischoff
Bilder: Arne Bischoff, Linn Groeneveld

 

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