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Hinterlasse keine Spuren!

„Leave no trace other than your footprints – take nothing home but memories (and your waste)“.

Diesen Satz kennt jede Outdoorsportlerin und jeder Outdoorsportler. Er ist zu einer goldenen Regel geworden. Manche unserer Aktivitäten hinterlassen aber unweigerlich Spuren. Vaude Experience erklärt in einer Miniserie, wie Du Deinen Footprint so gut es geht reduzierst.

Teil 1: Mountainbiking

Wenn wir ehrlich sind, ist klar: Jede menschliche Aktivität hinterlässt Spuren in der Natur. Das gilt ganz besonders für Outdoorsport! Gerade Mountainbiking kann eine ganze Menge davon verursachen, etwa wenn man nicht aufpasst oder keine Rücksicht nimmt. Im Corona-Sommer 2020 führte das bundesweit zu vielen Berichten über Konflikte zwischen Mountainbikern mit anderen Waldnutzern. Dazu kommen mögliche Erosionsschäden, Störungen der Tier- und Pflanzenwelt und illegal entstehende Trails.

Gleichzeitig gehört Sport für uns zum Leben wie Atmen oder Essen. Radfahren in der Natur und speziell Mountainbiken macht uns fit und glücklich. Es lässt uns unsere Umgebung erkunden, sie mit ganz neuen Augen sehen und es fördert unsere Begeisterung für die Natur. Es wirkt sich positiv auf Koordination, Gleichgewicht und Wahrnehmungsvermögen aus – und es macht einfach richtig Spaß. Kurz: Wir lieben es!

Und – auch das gehört zum Ehrlichsein dazu – die ökologischen Kollateralschäden des Mountainbikens sind, wenn es sinnvoll betrieben wird, ungleich kleiner als die vieler anderer Sportarten. Aber das ist natürlich kein Grund, sich selbstzufrieden zurückzulehnen und auf die anderen zu zeigen.

Dieser Wald ist gut wie er ist. Er braucht unsere Spuren nicht. Bild: Ralf Gantzhorn

„Leave no trace“ ist ein kluger Leitgedanke. Ein Ziel, das wir erreichen wollen und eine Erinnerung, die Spuren, die wir hinterlassen, so gut es geht zu begreifen und zu minimieren, wenn sie unvermeidbar sind.

Unser erstes Ziel beim Outdoorsport sollte also sein, den Impact auf andere Menschen und die Natur so gering wie möglich zu halten. Und da kann jede und jeder von uns schon sehr viel tun. Es ist sogar ganz einfach und geht oft ohne oder mit nur kleinen Einschränkungen.

Bewusstsein entwickeln

Das richtige Handeln fängt immer mit Nachdenken an. Wenn Du Dir neben den üblichen Fragen (Wo will ich hin? Welche Klamotte? Was nehme ich mit? …) vor der nächsten Tour einfach drei zusätzliche Fragen stellst, haben wir gemeinsam schon viel erreicht:

  • Welchen Footprint hinterlasse ich?
  • Wie kann ich ihn verringern?
  • Ist es das wert?

Damit Du diese Fragen besser beantworten kannst, haben wir einige Punkte zusammengetragen, wo wir als Mountainbikerinnen und Mountainbikern Spuren hinterlassen und was wir dagegen tun können. Denn eins ist sicher. Das ist ein Thema für alle Mountainbiker. Egal ob Tourenfahrer oder Park-Rat, egal ob E oder Bio. Unsere Spuren gehen uns alle an.

Auch auf engsten Pfaden können sich Mountainbiker und Fußgänger mit Respekt begegnen. Bild: Ralf Gantzhorn
  1. Gegenseitiger Respekt sorgt für weniger Konflikte

Fernab von juristischen Fragen nach dem Eigentum: Die Natur gehört zunächst sich selbst und ist doch für alle da. Behandle deshalb die Natur und andere Waldnutzer immer respektvoll, das gilt besonders für „Schwächere“ wie Fußgänger.

Lass auch mal andere passieren
Eine typische Situation im Wald oder am Berg: Ein Mountainbiker und ein Fußgänger begegnen sich. Der Fußgänger hält an, geht einen Schritt zur Seite, lässt den Biker passieren. Der Biker verlangsamt seine Fahrt auf Schrittgeschwindigkeit, grüßt freundlich, bedankt sich, setzt seine Fahrt fort. Das ist gut und wird auch etwa von der Deutsche Initiative Mountainbike (DIMB) in ihren Trailrules empfohlen. Nur: Für den Fußgänger wiederholt sich die Situation ein Dutzend Mal am Tag, vielleicht sogar häufiger. Das nervt mit der Zeit gewaltig. Deshalb: Halte doch einfach mal selbst an, nimm das Rad ein Stück zur Seite und rufe dem Gegenverkehr freundlich zu, er möge passieren. Das gilt umso mehr, wenn Kinder, ältere Menschen oder Hunde beteiligt sind, die sich möglicherweise auch bei langsamer Vorbeifahrt erschrecken. Die positiven Reaktionen sind Belohnung genug für die kurze Unterbrechung Deines Fahr-Flows.

Vollgasfahrten und artistische Manöver bleiben am besten abgesperrten Strecken vorbehalten. Bild: Markus Greber

Geschwindigkeit
Auch wenn Du bei Strava bist und KOMs oder QOMs jagst: Wege und Pfade gehören allen und sind nicht allein „Trails“. Wähle Deine Geschwindigkeit darum immer so, dass Du vor jedem noch so unerwarteten Hindernis zum Stehen kommen kannst: Ein nicht angeleinter Hund, ein Spaziergänger oder die Drahtfalle, die ein selbsternannter Scharfrichter gegen Dich in den Wald gebaut hat. Wenn Du racen willst, melde Dich für ein Rennen an oder besuche einen Bikepark oder ein Trailcenter. Dort kannst Du ohne Sorgen vor Begegnungsverkehr an Deine Grenzen gehen.

Respektiere Sperrungen!
Manche unserer liebsten Trails sind gesperrt. Das ist schmerzhaft, hat aber in aller Regel gute Gründe. Naturschutz, Gefahrenstellen, Nutzungsdruck und so weiter. Und selbst wenn Du die Gründe nicht kennst, es hilft nichts, sich aufzuregen. Die Sperrungen zu ignorieren, schadet Dir selbst, wenn Du erwischt wirst, dem Sperrenden, weil seine Regeln ignoriert werden, allen anderen Mountainbikern, weil sich das gern gepflegte Bild vom ignoranten Rüpel verfestigt. Übrigens: Trail-Sperrungen sind eine absolute Ausnahme (Sonderfall: Baden-Württembergs „Zwei-Meter-Regel“). Im Nationalpark Harz zum Beispiel, dessen vorrangiges Ziel der Schutz der Natur ist und nicht, Freizeitsport zu ermöglichen, stehen über 90 Prozent des Wegenetzes dem Mountainbiken zur Verfügung. Toll, oder? Lasst uns alle gemeinsam dafür sorgen, dass es so bleibt!

Selbst in Nationalparks ist das Mountainbiken vielerorts erlaubt. Bild: Ralf Gantzhorn

Das gilt natürlich nicht nur in Deutschland. Besonders in Österreich ist die rechtliche Situation eine Herausforderung für Mountainbiker. Paragraf 33 des Österreichischen Forstgesetzes von 1975 erlaubt zwar das Betreten der Wälder zu Erholungszwecken, nicht jedoch das Befahren mit Fahrrädern. Es sei denn, der Weg ist ausdrücklich dafür freigegeben. Vielerorts untermauern Schilder das grundsätzliche Verbot. Die Fronten sind verhärtet. Hier hilft langfristig wohl nur ein Dialog, wie ihn der Österreichische Alpenverein mit einem entsprechenden Positionspapier voranbringen will. Bikeparks und andere speziell ausgewiesene Bikestrecken sind eine legale Alternative. Hoffnung macht auch die immer größer werdende Zahl sogenannter Shared-Trails im gesamtem Alpenraum. Hier werden alle Nutzer durch entsprechende Hinweisschilder an den Wegen für die gemeinsame Nutzung sensibilisiert.

Bike-Bergsteigen vereint Wandern und Biken und findet fast ausschließlich auf „Shared Trails“ statt. Bild: Markus Greber

Der Wald hat viele Nutzer
Gerade Wälder bedeuten für viele Akteure ganz verschiedene Dinge. Zunächst sind sie Natur und stehen vielerorts unter Schutz. Für Tiere sind sie Rückzugsorte, für viele Menschen Sehnsuchts- und Erholungsorte und Räume der Freizeitnutzung. Für Waldbesitzer und -arbeiter sind sie Einnahmequelle. Jägerinnen und Jäger sichern diese Einnahmequelle durch ihre Jagdausübung und versprechen Nahrungsversorgung ohne industrielle Massentierhaltung. Nutzwald, Naturwald-, Freizeitwald – das widerspricht sich manchmal und sorgt für Konflikte. Wenn alle Beteiligten die Interessen der anderen begreifen und miteinander reden, ist für alle viel gewonnen, wie dieses mutmachende Beispiel aus dem Bike-Magazin zeigt.

  1. Naturschonende Fahrweise

Unser Sport hinterlässt Spuren auf Wegen – auf alpinen Stiegen wie auf weichem Waldboden. Lasst sie uns gemeinsam so gering wie möglich halten! Die Trailrules der DIMB oder des Deutschen Alpenvereins (DAV) sind gute Richtlinien, die wir uns unterwegs vor Augen halten können. Aber wir können mehr tun:

Fahren nur auf Wegen
Querfeldeinfahren ist tabu. Es sorgt für Bodenveränderungen und Erosion und nimmt Wildtieren ihre ohnehin raren Rückzugsorte. Außerdem weißt Du nie, ob Du zufällig eine wertvolle Orchideenart zerfährst oder das Waldgebiet der letzte Brutplatz des Kleinspechts in Deiner Gegend ist. Alpine Wiesen sind besonders schützenswert. Durch die kurze Vegetationsperiode benötigen sie Jahre, um sich zu erholen.

Da staubt nichts. VAUDE-Athlet Andi Wittmann demonstriert perfekte Radbeherrschung. Bild: Markus Greber

Angepasste Fahrweise
Vermeide bitte blockierende Räder (außer in Notsituationen), denn sie schädigen Wege. Selbst normales Fahren kann Trails stark beanspruchen, gerade wenn das Gelände steil, der Boden weich oder die Bedingungen nass sind. Meide deshalb bereits aufgeweichte und stark zerfahrene Pfade und Feuchtgebiete und lass sie sich „erholen“. Das verringert nicht nur Erosion, sondern freut auch andere Nutzer, gerade auf „Shared Trails“. Denn niemand möchte seinen Feierabendspaziergang mit Gummistiefeln machen. Im alpinen Gelände bilden Brems- oder Rutschspuren optimale Furchen für abfließendes Wasser. So erodiert auch harter Untergrund. Scandinavian Flick, Cutty, meterlange Bremsspuren oder Kurven schneiden: Selbst im Bikepark grenzen diese Fahrtechniken an respektloses Verhalten gegenüber den Menschen, die die Strecken pflegen. Auf Naturtrails und gemeinsam genutzten Wegen haben sie keinen Platz.

Wenn Du eine Stelle nicht fahren kannst – schieb!
Die Situation kennen wir alle. Eine knifflige Stelle, ein Schlammloch oder ein Hindernis – und schon bilden sich links und rechts breite Umfahrungen. Das sollten wir vermeiden, denn wir wollen so wenig Natur wie möglich verändern. Und sind nicht schmale Singletrails das, was wir wollen, und nicht breitgefahrene Pisten?

Schieben ist nicht ehrenrührig! Bild: Moritz Attenberger

Wo die Natur Vorrang hat
Nationalparks und Naturschutzgebiete sind wertvolle Refugien und Schutzräume für Tier- und Pflanzenarten. Sei hier bitte besonders sensibel und halte Dich an die lokalen Regeln, ganz besonders an Wegegebote und -sperrungen. Schon gewusst? Für Deutschland gibt es eine interaktive Karte, in der alle Schutzgebiete mit einem Klick angezeigt werden können.

  1. Allgemeine Tipps

War’s das? Nein – wir können noch ein bisschen mehr tun. Und auch das tut nicht weh. Versprochen!

Hier hat Müll nichts verloren! Bild: Christoph Laue

Die Sache mit dem Müll
Hier ist „Leave no trace“ eine ganz praktische Anleitung. Lass bitte keinen Müll im Wald. Das wird umso einfacher, je mehr Du schon bei der Planung darauf achtest, Müll zu vermeiden. Wenn Du einen Rucksack dabei hast, nimm zum Beispiel eine Brotdose mit. Müll, der nicht vermeidbar ist (wie etwa Verpackungen von Gels), verlässt die Natur auf dem gleichen Weg, wie er gekommen ist – in Deiner Tasche. Und noch eins: In den letzten Jahren sind sogenannte „Klofahnen“ immer mehr zum Ärgernis geworden. Überall liegen sie hinter Büschen und Steinen und brauchen teils Jahre, um zu verrotten: Papiertaschentücher, die Menschen zur Körperhygiene verwendet haben. Verzichte bitte einfach darauf oder nimm sie in einer kleinen Tüte wieder mit zurück in die Zivilisation und entsorge sie dort.

Die große Frage: antizyklisch planen oder Nutzung kanalisieren?
„Vermeide Stoßzeiten und fahre dorthin, wo keiner ist“, sagen die einen. „Natur und Tiere brauchen Ruhezeiten und Rückzugsorte“, sagen die anderen. Beides ist richtig. Hier stehen zwei wichtige Ziele im Widerspruch. Nutzungsdruck zu vermeiden einerseits und die Natur Natur sein zu lassen andererseits. Hier hilft nur nachdenken und Kompromisse finden. Um Ballungsräume und stark frequentierte Naherholungsgebiete ist es sicher sinnvoll, Stoßzeiten und Hotspots zu meiden. In wertvollen Naturräumen und Schutzgebieten dagegen und dort wo wenig los ist, entlastet es die Natur eher, auf den Hauptwegen zu bleiben und nicht auch noch den kleinsten, verstecktesten Pfad zu entdecken – auch wenn es reizvoll ist.

Nightrides erfordern Umsicht und Rücksicht, um Störungen zu vermeiden. Bild: Markus Greber

Nightrides
Beim Thema Ruhezeiten spielt der Nightride eine besondere Rolle. Denn wie kann ich besser Stau auf dem Wanderweg vermeiden, als wenn ich nachts fahre? Allerdings sind sich Naturschützer, Jagdverband und DIMB einig, dass man es lieber bleiben lassen sollte mit dem (häufigen) Nightride, wie ein Überblicksartikel beim pressedienst-fahrrad zeigt: „Aus Naturschutzsicht gilt die Nacht als Ruhezeitraum. Jede unnatürliche Störung wirkt sich da in der einen oder anderen Weise negativ aus. Die Ruhezeit sollte daher auch beachtet und eingehalten werden“, sagt zum Beispiel Sebastian Kolberg, Referent für Artenschutz beim Naturschutzbund Deutschland. Er fordert jedoch kein Nachtfahrverbot, sondern mehr Sensibilität. Das Problem werde dann besonders groß, wenn die ohnehin seltenen naturnahen Lebensräume auch nachts befahren würden oder eine besondere Häufung eintrete. Wer nachts fahren möchte, sollte daher eher die Zeiträume vor und nach der Dämmerung wählen und seine Routen nah an Straßen oder häufig genutzten Wegen wählen.

Ökologisches Wirtschaften stand auch beim Neubau der VAUDE-Firmenzentrale im Mittelpunkt. Bild: Alwin Buchmaier

Ausrüstung
Auch unsere Ausrüstung hinterlässt einen ökologischen Fußabdruck, vor allem bei Materialgewinnung, Produktion und Transport. Diesen Impact können wir minimieren, in dem wir bevorzugt nachhaltig hergestellte Produkte kaufen und diese so pflegen, dass wir sie lange nutzen können. Der Gebrauchtkauf von Teilen kann eine ressourcenschonende Alternative zum Neukauf sein. Noch funktionierende aber nicht mehr gewünschte Teile können wir gebraucht verkaufen, statt sie wegzuwerfen. Und natürlich können wir uns überlegen, ob es immer das Neueste und Beste sein muss – auch, wenn das in einem High-Tech-Sport wie dem Mountainbiken oft schwerfällt. Was wir bei VAUDE tun, um so natur- und sozialverträglich wie möglich zu wirtschaften, könnt Ihr übrigens in unserem Nachhaltigkeits-Bericht (Corporate Social Responsibility, CSR) nachlesen. Etwa eine ressourcenschonende Produktion, intensive Forschung und Einsatz biobasierter Materialien, hohe Reparierbarkeit, Kompensationsmaßnahmen für nicht-vermeidbare Emissionen, und und und. Im Sommer 2020 sind mit diesen Maßnahmen 97 Prozent unserer Kleidungsstücke gemäß unserer strengen Green-Shape-Kriterien als umweltfreundliches und funktionelles Produkt aus nachhaltigen Materialien zertifiziert.

  1. An- und Abreise

Nicht hinter jedem Wohnort liegen Trails und manchmal will man auch etwas anderes sehen. Klarer Fall: An- und Abreise sind Teil unseres Sports. Aus Neugier, Abenteuerlust und Entdeckungsdrang. Gleichzeitig bedeuten An- und Abreise immer auch klimaschädliche Emissionen. Der beste Weg, die zu vermeiden, heißt „ride local“. Aber auch, wenn wir zum Biken unterwegs sind, können wir einiges für unser Klima tun:

Selbst im Hochgeschwindigkeitszug möglich: die Radmitnahme. Bild: pd-f.de / Gunnar Fehlau]

Die Bahn oder öffentliche Verkehrsmittel nutzen
Grundsätzlich sind öffentliche Verkehrsmittel die ökologisch sinnvollste Form, zu einem weiter entfernten Trail-Einstieg zu kommen. So kannst Du auch Touren fahren, ohne wieder zum abgestellten Auto zurück zu müssen. Die Deutsche Bahn bietet inzwischen in jeder Zugkategorie von der Regionalbahn bis zum ICE die Radmitnahme an (im Fernverkehr nach vorheriger Reservierung). Auch die meisten Privatbahnen eignen sich hervorragend zum Radtransport. Initiativen wie „Mit der Bahn in die Berge“ von DB Regio und Deutschem Alpenverein erleichtern zudem die Tourenplanung vor Ort.

Gemeinsam ist’s am schönsten – gilt auch für die Auto-Anreise! Bild: Moritz Attenberger

Fahrgemeinschaften bilden
Wenn es das eigene Auto sein muss, etwa weil der gewünschte Ort nicht oder nicht in einer sinnvollen Zeit zu erreichen ist und alternative Ziele ausscheiden (oder aufgrund des Infektionsschutzes), sind Fahrgemeinschaften ein sinnvoller Weg, Ressourcen zu schonen und Emissionen einzusparen. Lokale Mountainbike-Communitys auf Social-Media-Plattformen oder in Foren wie bei MTB-News sind gute Orte, sich mit Gleichgesinnten zusammenzutun – und zusammen macht es meist sogar noch mehr Spaß.

Fliegen vermeiden – oder kompensieren
La Palma, Whistler, Queenstown – viele Traumziele des Mountainbike-Sports sind nur per Flugzeug zu erreichen. Auch die VAUDE-Athleten bringen inspirierende Erlebnisse aus der ganzen Welt mit, wie Markus Micheler und Claudia Kremsner von ihrer Reise nach Tibet oder die das Team Vertriders von einem Trip nach Malawi. Ob Dein Erlebnis die Emission wert ist, kannst nur Du selbst entscheiden. Wenn ja, kannst Du dafür sorgen, dass sie so gering wie möglich ausfallen. Durch Direktflüge oder CO2-Kompensationen wie beim VAUDE-Partner myclimate etwa. Übrigens: Kurztripps per Flieger sind ökologisch nicht sehr sinnvoll. Wenn schon Fliegen, dann lieber gleich ein entsprechend langer Aufenthalt. Der ist sowieso eine gute Sache. Man hat mehr Zeit anzukommen, runterzukommen, abzuschalten und das Erlebnis zu genießen.

Ein Traumziel – und ganz ohne Flug zu erreichen: Die Dolomiten. Bild: Markus Greber

Wir finden, dass auch der Spaß am Mountainbiken steigt, wenn wir uns diese Dinge vor Augen führen. Denn je bewusster wir mit der Ressource Umwelt und anderen Menschen umgehen, je klarer wir Position beziehen und Haltung zeigen, desto mehr und langfristiger können wir unseren Sport genießen.

In diesem Sinne: Viel Freude beim Mountainbiken!

Viel Freude beim Mountainbiken! Sicher und naturverträglich. Bild: Christoph Laue

Text: velonauten | Arne Bischoff

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